Französische Haute Cuisine in der Kompaktklasse
DS Nº 4 145 PS Hybrid
Im Zuge eines Facelifts ist aus dem DS 4 der DS Nº 4 geworden. Er reiht sich damit in die neue Modellpalette der Nobelmarke von Citroen ein. Mit 4,40 Metern Länge positioniert sich der DS Nº 4 im Kompaktwagen-Segment, wie auch Opel Astra und Peugeot 308, die auf der Gleichen Plattform aufgebaut sind. Doch der DS Nº 4 gibt sich als französische Haute Cuisine, mit der er aus der Masse herausstechen will – und das gelingt ihm auch vorzüglich.

Mit seiner kantigen Linienführung, dem markanten Grill und der coupéhaften Dachlinie sieht der Crossover schon ziemlich cool aus. Der Kühlergrill zeigt sich nun geglättet und etwas breiter, hinzu kommen eine Neugestaltung der Tagfahrlichter und Scheinwerfer. Schmale LED-Leuchten vorne und hinten mit aufwändigen Grafiken sowie ausfahrende Türgriffe.

Motorisiert ist unsere Nº 4 mit einem 1,2 Liter 3-Zylinder Benziner, der als Mildhybrid ausgelegt ist. Das heißt er wird von einem 29 PS starken Elektromotor der im Sechsgang-Doppelkupplungsgetriebe untergebracht ist und mit der 48-Volt-Technik arbeitet, unterstützt. Der E-Motor hilft dem Verbrenner beim Anfahren und Beschleunigen, kann aber nur kurze Strecken rein elektrisch fahren. Das klappt in der Praxis aber gut. Wenn der Verbrenner übernimmt, spürt und hört man nur einen sanften Ruck und das aufkommende Motorgeräusch. Durch die Elektrounterstützung bewegt sich der Mildhybrid äußerst leichtfüßig.
Der DS Nº 4 punktet auch mit einer souveränen Straßenlage und einer bemerkenswert leisen Geräuschentwicklung selbst bei hohen Geschwindigkeiten. Die wahre Krönung ist aber die "Active Scan Suspension". Dieses kamerabasierte Fahrwerk scannt die Straße vor dem Fahrzeug und passt die Dämpfung dazu an, bevor das Rad über Schlaglöcher rumpelt. Ein Hauch von Hydropneumatik der alten Citroën-Zeiten.
Der DS Nº 4 ist konsequent auf einen exquisiten Look und aufs bequeme Reisen abgestimmt. Ein schickes Fahrzeug irgendwo zwischen Golfklasse und SUV, mit sehr guter Verarbeitung und dem gewissen Etwas. Während der Platz vorne wie in der Kompaktklasse mittlerweile üblich üppig ist, geht es hinten etwas enger zu, was auch der coupéhaften Linienführung geschuldet ist.
Wer in den DS Nº 4 einsteigt, wird von einer luxuriösen Atmosphäre empfangen, als würde man in einer Louis-Vuitton-Boutique Platz nehmen: Gestepptes Leder, Chrom, Holz und raffinierte Designelemente dominieren. Nicht von ungefähr arbeiten die DS-Designer mit Modehäusern aus Paris zusammen und lassen sich von deren Ideen inspirieren. Leider geht die Liebe zur Ästhetik aber manchmal zu Lasten der Funktionalität. Wir hätten uns da beispielsweise mehr Klimasteuerung über echte Knöpfe gewünscht. Dafür bieten die Vordersitze mit ihren Massagefunktionen ein echtes Spa-Erlebnis für unterwegs.
Die Bedienung des DS Nº 4 erfolgt über Displays. Ein sieben Zoll großer Bildschirm dient als Tacho und stellt die üblichen Fahrdaten zur Verfügung. Für Entertainment und tiefergehende Funktionen sorgt das zehn Zoll große Display in der Mittelkonsole. Es lässt sich wie ein Tablet bedienen. Ein besonderes Feature ist ein weiteres fünf Zoll großes Display am Ende des Mitteltunnels, mit dem sich das große Tablet in der Mittelkonsole steuern lässt.
Mit dem Facelift wird der DS4 zur "Nummer vier". Die neue Namensgebung soll den Premium-Anspruch der Marke unterstreichen und wirkt durchaus. Letztlich ist das Komfortniveau mit agilem Ansprechverhalten, niedrigen Innengeräuschen und komfortablem Adaptiv-Fahrwerk über dem Niveau dieser Klasse.
Daten: DS Nº 4 145 PS Hybrid
Motoren: Dreizylinder-Benziner 1.119 ccm, 136 PS / 100 kW +
Elektromotor 28 PS / 21 kW, Systemleistung 145 PS / 107 kW,
max. Systemdrehmoment 230 Nm
Batterie: Lithium-Ionen / 0,89 kWh
CO2: WLTP 116 - 117 g/km
Kraftübertragung: 6-Gang-Doppelkupplungsgetriebe, Frontantrieb
Spitze: 202 km/h
Testverbrauch: 5,7 – 6,2 l Benzin ROZ 95/100 km (WLTP 5,5 l)
Kofferraum: 430–1.240 Liter
Sitzplätze: 5
Preis: ab 38.280,- €; (inkl. aller Abgaben) (5 % Nova)