Ein SUV als Topmodell

10.07.2026

Opel Grandland GS Plug-In-Hybrid

Der Grandland ist jetzt das Topmodell von Opel, nach Legenden wie Diplomat und Senator oder zuletzt dem Insignia. Der war knapp fünf Meter lang, der Grandland misst 4,65 Meter und ist ein geräumiger SUV. Als erster Opel steht er auf der STLA-Medium-Plattform von Stellantis, wie schon Peugeot E-3008 und E-5008. Das Design ist die neue Opel-Sprache eckig, zackig, kantig. Der neue Grandland ist nicht nur charakterlich, sondern auch formal gewachsen und fühlt sich nun wie eine Klasse weiter oben angesiedelt an.


Direkt ins Auge sticht, wie bei allen Opel-Modellen, das schwarze Visier an der Front (Opel Vizor), hier wird es mit einer durchgehenden Lichtleiste inklusive beleuchtetem Markenlogo zusätzlich betont. Dazu kommen neuartige Matrix-Scheinwerfer, die mit über 50.000 Licht-Elementen eine hochauflösende Lichtverteilung ermöglichen die je nach Verkehrssituation exakt um vorausfahrende oder entgegenkommende Verkehrsteilnehmer herumleuchten kann.


Unter der Motorhaube des Grandland Plug-in-Hybrid (PHEV) arbeitet nun ein 1,6-Liter-Turbo-Benzinmotor, der an ein Sieben-Gang-Doppelkupplungsgetriebe gekoppelt ist. Der Verbrenner leistet 150 PS und wird von einem 125 PS starken Elektromotor unterstützt, den eine 17,9-kWh-Batterie mit Energie versorgt. Die Gesamt-Systemleistung liegt bei 195 PS und bis zu 350 Newtonmeter werden an der Vorderachse mobilisiert. Die rein elektrische Reichweite nach WLTP-Messung steigt nun auf bis zu 85 Kilometer.


Das Hybridsystem wirkt geschliffener als beim Vorgänger mit seinem 1,2 Liter Turbobenziner. Der kleine Dreizylinder war rau und akustisch stets präsent. Mit dem 1,6-Liter-Turbo wirkt der Grandland nun erwachsener und von der Motorleistung her auch stimmiger. Die kombinierten 195 PS haben leichtes Spiel mit dem großen SUV, trotzdem blieben wir meist unter der sechs Liter Marke auf 100 Kilometer beim Verbrauch.


Der einphasige Onboard-Charger lädt mit 3,7 kW, was für das Heimladen über die Steckdose oder Wallbox ausreicht. Die Fahrt zu öffentlichen Ladestationen ist nur dann sinnvoll, wenn man sich dadurch beispielsweise Kurzparkzeit erspart.

Auch beim Interieur gibt sich Opel die Kante. Das Fahrer-Display ist zehn Zoll groß, flach und breit und der zentrale Touchscreen kommt mit 16 Zoll. Auch er ist flach gebaut, was nicht ideal für die Navi-Darstellung ist. Dazu gab sich der Screen unseres Testwagens leider sehr unempfindlich. Oft musste mehrmals auf das gewünschte Icon getippt werden um eine Reaktion hervorzurufen. Auch die vielen Multimedia-Menüs und Untermenüs sind gewöhnungsbedürftig aufgebaut. Doch dafür gibt es eine Extra-Bedienleiste fürs Klima, einen schönen Drehregler für die Lautstärke und fürs Multimedia Kurzwahltasten.


Die Sitze sind gut geschnitten und zählen zur gemütlichen Sorte. Auch der Fond ist geräumig, der Kofferraum schluckt bis zu 1.645 Liter, die Zuladung liegt bei 491 Kilo. Der Grandland kommt mit modernem Design, viel Platz und einem sparsamen Antrieb. Dazu passt der harmonisch abgestimmte Plug-in-Hybrid und der Teilzeit-Stromer mit vernünftiger elektrischer Reichweite.



Daten: Opel Grandland GS Plug-In-Hybrid

Motoren: Vierzylinder-Benziner Turbo 1.598 ccm, 150 PS (110 kW)

Elektromotor im Getriebegehäuse mit 125 PS (92 kW)

Systemleistung 225 PS (165 kW), max. Systemdrehmoment 350 Nm

Batterie: 17,9 kWh

CO2: WLTP 52 - 70 g/km

Kraftübertragung: Sieben-Gang-Doppelkupplungsgetriebe, Vorderradantrieb

Spitze: 220 km/h

Testverbrauch: 5,2 - 6,1 l Benzin ROZ 95/100 km

Kofferraum: 550–1.645 Liter

Sitzplätze: 5

Preis: ab 44.60,- €; Preis des Testwagens 49.190,- € (inkl. aller Abgaben)


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