Ein Stromer der beim Verbrauch knausert

17.01.2026

Ford Puma Gen-E

Ford setzt auch den Puma unter Strom. Nach Mustang Mach-E, Explorer, Capri, den e-Tourneos ist der Ford Puma Gen-E bereits das sechste elektrifizierte Modell vom Rhein. Die Basis hierfür bildet der nach wie vor erhältliche Verbrenner-Puma. Ein geschlossener Kühlergrill ist das äußere Kennzeichen des E-Pumas. Im Fahrzeugboden ist eine Lithium-Ionen-NMC-Batterie mit 43 kWh verbaut. Dort, wo in den Verbrenner-Varianten die Hybrid-Benziner arbeiten, wartet ein E-Motor mit 124 kW (168 PS) auf seinen Einsatz. Und weil dieser deutlich weniger Bauraum in Anspruch nimmt als die Verbrenner, gibt es auch noch einen Frunk mit 43 l Fassungsraum für beispielsweise ein Ladekabel.


Mit einer Länge von 4,21 Metern sortiert er sich unterhalb von Modellen wie dem VW ID.3 ein. Agil zeigt sich der Elektro-Puma auf kurvigen Landstraßen. Das straff abgestimmte Fahrwerk und der spontan ansprechende Elektromotor sorgen hier für mehr Fahrspaß als man angesichts der Leistungsdaten eigentlich annehmen könnte. Zu dem dynamischen Gefühl kommt noch ein gutes Rekuperationssystem, das im stärksten Modus echtes One-Pedal-Driving bis zum Stillstand ermöglicht.


Es gibt nur eine Motor- und Akku-Variante. Geladen werden kann die Batterie mit maximal 100 kWh an DC-Schnelladern. Da dauert eine Ladung von 10 auf 80 Prozent rund 23 Minuten. Immerhin schafften wir mit einer vollen Akkuladung in der nicht so kalten Jahreszeit knapp 300 Kilometer (laut WLTP sollten 376 Kilometer zu schaffen sein). Richtig Freude bereitete uns der wirklich zurückhaltende Verbrauch. Der pendelte zwischen 13,7 und 15,9 kWh/100 Kilometer.


Drinnen kann vor allem das neue Digital-Cockpit mit dem 12,0-Zoll-Touchscreen gefallen. Die Grafiken auf den beiden großen Displays sind übersichtlich, das Infotainment-System ist leicht bedienbar. Unterwegs kann man gestreamter Musik oder auch einem künstlich generierten, dezenten Motorsound lauschen. Man hat genügend Ablageflächen in der Mittelkonsole. Es gibt zwei Handy-Parkplätze, der rechte davon lädt den Smartphone-Akku ohne Verkabelung.


Der neue Ford Puma Elektro unterschreitet die bei E-Autos mittlerweile übliche Zweitonnen-Marke deutlich. Mit 1.488 kg Leergewicht rangiert der Ford etwa auf dem Niveau von klassischen Kompaktwagen, mit positiven Auswirkungen auf das Handling auf kurvigen Straßen.


Der Kofferraum bietet ein klassenübliches Volumen, das durch die sogenannte "Gigabox" unter dem Ladeboden erhöht wird. Diese Box ist ein abwaschbarer Stauraum, der das Gesamtvolumen durch den Wegfall des Benzintanks deutlich erhöht. In Summe passen jetzt 523 Liter hinter die elektrische Heckklappe, damit wird der e-Puma durchaus schon zu einem veritablen Kombi-Konkurrenten.


Als Elektroauto ist der Puma kein Schnäppchen, auch die Reichweite macht ihn nicht zum Langstreckenkaiser. Aber beim Stromverbrauch und mit seinem Laderaum kann er durchaus punkten.



Technische Daten: Ford Puma Gen-E

Motor: Permanent-Elektromotor 124 kW / 168 PS, 290 Nm max. Drehmoment

Batterie: 43 kWh

Reichweite: 376 km (WLTP), Testreichweite 295 km

Laden: AC-Ladeleistung 11 kW

max. DC-Ladeleistung 100 kW

DC-Ladedauer (10-80%) 0:23 h

CO2: 0 g/km

Antrieb: Vorderradantrieb, Einganggetriebe

Spitze: 160 km/h

Testverbrauch: 13,7 - 15,9 kWh/100 km

Kofferraum: 523 – 1.283 Liter

Sitzplätze: 5

Preis: ab 36.890,- €, Preis des Testwagens 39.140,- € ( 0% NOVA)