Kampf gegen automobilen Stress

Subaru Outback 2,5i

Normalo-Kombis waren gestern. Höhergelegte Allrad-Kombis wollen den SUVs den Kampf ansagen. Der Subaru Outback spielt in einer Liga mit dem Opel Insignia Country Tourer oder dem VW Passat Alltrack. Er kommt breitschultrig und mit geradem Rücken daher, der Outback überragt den Opel Insigia Country Tourer beispielsweise deutlich in der Höhe.

Mit dem Allradantrieb und erhöhter Bodenfreiheit verspricht er, dass verschneite Straßen oder steile Garagenrampen ebenso ihren Schrecken verlieren wie hohe Bordsteine. Subaru sagt mit dem Outback dem Stress den Kampf an: Ein Auto, das weder auf- noch anregen möchte. Komplett uneitel, in seinen Eigenschaften unterschätzt. Der Subaru ist mit viel Verstand zusammengesetzt.

Nun unterzog Subaru seine Mischung aus SUV und Kombi einem Feinschliff. Das Audiosystem mit Acht-Zoll-Touchscreen sieht stylish aus und ist besser geworden. Es verbindet Smartphones schneller und hört aufs Wort des Fahrers.

Der Vierzylinder-Boxer-Benziner ist ein liebenswerter Geselle, in Sachen Laufkultur und Leistungsentfaltung. Wach in der Gasannahme, kräftig im Mittelfeld und nicht vorzeitig ermüdend jenseits von 4.000 Umdrehungen. Der Boxer könnte durchaus, wenn er wollte. In den 175 PS steckt bemerkenswerte Triebkraft. Im Zaum gehalten wird das Triebwerk durch ein vorzüglich arbeitendes, gemütliches stufenloses CVT-Getriebe. Auch das passt zum Ruhepuls des schlafenden Bären.

Alle, die es ruhig und gemütlich angehen lassen wollen, finden im überarbeiteten Subaru Outback einen passenden Partner, der im Detail sogar überrascht: Die Verarbeitung stimmt, das Getriebe funktioniert prima. Der große Subaru ist ein Schmeichler, selbst auf grobem Pflaster um Harmonie bemüht.

Auf Matsch wird er richtig lebendig, das ist genau sein Revier. Der symmetrische Allradantrieb greift sowieso permanent bei Subaru. Es gibt weder Verspannungen im Antriebsstrang, noch reagiert der Wagen schwerfällig oder ruppig, wenn sich die Fahrbahnverhältnisse ändern und das Zentraldifferenzial die Momentverteilung blitzschnell ändert. Steile Hänge können hoch sowieso und runter mit Hilfe einer Bergabfahrkontrolle gemeistert werden.

Die Lenkung bleibt dabei spielerisch leicht, der Fahrkomfort immer noch bequem, der Überblick ist ringsum gut, Subaru sieht sich als Marke für Individualisten. Das könnte stimmen.

Der Outback gehört, mit mittlerweile 4,81 Meter Länge, zu den ganz Großen seines Segments. Das zeigt sich auch bei der Zuladung, die Freizeitsportler und Familien gleichermaßen gefallen wird: Mindestens 559 und maximal 1.848 Liter Stauvolumen reichen auch für größere Einkaufstouren. Wem das nicht genügt, der darf noch bis zu 2.000 Kilo Anhängelast an den Haken nehmen.


Subaru Outback 2,5i

Motor: 2.498 ccm Vierzylinder-Boxer-Benzin, 16 Ventile                            175 PS bei 5.800 U/min max. Drehmoment: 235 Nm bei 4.000 U/min

CO2: 166 g/km (NEFZ Messung)

Antrieb: permananter Allradantrieb, elektronische Drehmomentverteilung Siebengangautomatik

Spitze: 198 km/h

Testverbrauch: 8,1 - 9,0 l Eurosuper/100 km

Preis: ab 39.990,- € inkl. 16 % Nova