Hybrid-Gleiter mit viel Platz

Hyundai Ioniq Hybrid

Im Jahr 2016 brachte Hyundai den Ioniq auf den Markt. Und zwar in drei Ausführungen: als Hybrid, Plug-in-Hybrid und mit reinem Elektroantrieb. Nun wurde das Fahrzeug einem Facelift unterzogen. Zu erkennen ist der neue Modelljahrgang bei Ioniq Hybrid und Ioniq Plug-In an dem neu gestalteten Kühlergrill in Waben-Optik, einem neuen Felgendesign, überarbeiteten LED-Tagfahrlichtern, einer markanten Chromleiste an der Frontlippe sowie einer modifizierten Heckschürze.

Auffallend sind zwei Dinge: Erstens die windschnittige (cW-Wert 0,24), aber anders als beim Toyota Prius, gemäßigte Optik. Der 4,47 Meter lange Ioniq Hybrid punktet mit einem sehr guten Platzangebot vorne wie hinten, dazu kommen mindestens 456 Liter Kofferraum. Unverändert blieb leider das zweigeteilte Heckfenster. An sich gut gemeint, ist es im Alltag eher unpraktisch. Die untere Scheibe soll zwar die Sicht etwas verbessern, verschmutzt aber leider schnell. Am oberen, flacheren Fenster fehlt nach wie vor ein Heckwischer. Insgesamt ist damit die Sicht nach hinten bescheiden, eine Kamera wäre da von Vorteil.

Im Innenraum fällt das neugestaltete Armaturenbrett mit dem freischwebend wirkenden Bildschirm über der Mittelkonsole auf. Standardmäßig verbaut Hyundai im Ioniq ein 8-Zoll-Touch-Display. Die Kopplung mit dem Smartphone des Fahrers erfolgt über Bluetooth, Android AutoTM oder Apple CarPlayTM.

Blicken wir dem Hyundai Ioniq unter sein Blechkleid. Motorhaube und Heckklappe sind aus Aluminium, weshalb das Leergewicht der Basisversion bei nur 1.445 Kilogramm liegt. Als Primärantrieb dient ein Vierzylinder-Saugbenziner mit variabler Ventilsteuerung und Steuerkette. Seine Leistung: 105 PS plus 147 Newtonmeter maximales Drehmoment. Dazu gesellt sich ein 44 PS starker Elektromotor mit 44 PS und 170 Newtonmeter. Insgesamt ergibt sich eine Systemleistung von 141 PS und 265 Newtonmeter.

Dritter im Bunde ist eine kleine Lithium-Polymer-Batterie mit 1,56 kWh Kapazität. Zum Vergleich: Bei einem richtigen Elektroauto wie dem E-Kona sind es mindestens 39,2 kWh.

Schon daran sieht man, dass der Ioniq Hybrid nur sehr kurz rein elektrisch fährt. Aber er macht es genau dort, wo es Sinn macht: Beim Stop & Go im Stau, bei der Fahrt durch die Tempo-30-Zone, beim Anfahren an der Ampel. Geladen wird der Akku durch Rekuperation beim Bremsen. Mit dem Facelift bekam der Ioniq Hybrid eine elektrische Parkbremse sowie zusätzlich Paddel am Lenkrad mit denen sich nun der Rekuperationsgrad einstellen lässt.

Bis 120 km/h bleibt es im Ioniq einigermaßen leise, dann übernehmen Windgeräusche das Regiment. Ein dicker Pluspunkt ist aber das immer serienmäßige Sechsgang-Doppelkupplungsgetriebe. Es schaltet unauffällig.


Hyundai Ionic Hybrid

Motor: 1.580 ccm Vierzylinder-Benzin,105 PS bei 5.700 U/min

max. Drehmoment: 147 Nm bei 4.000 U/min

Drehstrom-Synchronmotor 33 kW (44 PS), max. Drehmoment: 170 Nm

CO2: 100 g/km

Antrieb: Vorderradantrieb, 6-Gang Doppel-kupplungsgetriebe

Spitze: 185 km/h

Testverbrauch: 5,1 - 6,0 l Eurosuper/100 km

Preis: ab 27.990,- € inkl. 0 % Nova