Eine Dramaqueen als SUV

Test: Mitsubishi Eclipse Cross 1,5 TC 4WD

Den Namen Eclipse trug bei Mitsubishi bisher ein kompaktes Sportcoupé das bis 2012 gebaut wurde. Nun rollte mit dem Eclipse Cross wieder ein Coupé auf die Straße, allerdings Mitsubishis erstes SUV-Coupé. Und der Auftritt dieses Lifestyle-SUV macht einiges her! Die Front ist im Vergleich zu den restlichen Mitsubishi Modellen um einiges dramatischer geraten. Chromapplikationen und stark ausgeprägte Kanten sorgen dafür. Die Frontpartie im "Dynamic Shield" Design lässt schemenhaft ein verchromtes X erkennen. Der rote Lichtstreifen der sich durch die gesamte Heckscheibe zieht, sorgt besonders bei Nacht, für einen ungewohnten Auftritt. Ein weiteres optisches Highlight sind die markant ausgeprägten Kanten an den Seiten der Karosserie, die sich bis in die Heckleuchten ziehen.

Technisch ist der Eclipse Cross entfernt verwandt mit dem Outlander. Mit 4,41 Metern ist er aber kürzer und mit 1,80 Meter auch breiter. Zur Auswahl stehen Zwei- oder Allradantrieb, manuelles oder stufenloses Getriebe (CVT). Das CVT kam bei unserem Testwagen zum Einsatz und hat dank Softwareeinsatz acht virtuelle Stufen mit denen das Getriebe durchaus vernünftig abgestimmt ist.

Den Eclipse Cross gibt es aktuell mit einem 1,5 Liter Turbobenziner, der 165 PS leistet. Besonders aus dem Stand zischt der Lifestyle-SUV zackig los und auch beim Kickdown reagiert der Eclipse Cross flott genug. Damit sind Überholmanöver realtiv rasch erledigt, ohne ewig auf Leistung warten zu müssen. Die 250 Newtonmeter Drehmoment, die zwischen 1.800 und 4.500 Umdrehungen abrufbar sind, helfen da natürlich ebenfalls. Einen Turbodiesel braucht es hier wirklich nicht.

Das Cockpit gibt sich deutlich bodenständiger als das schräge Äußere: Analoge, gut ablesbare Skalen vor dem Fahrer, ein logisches Bedienkonzept mit einigen typisch japanischen Eigenheiten wie den Kippschaltern für die Sitzheizung.

Die sieben Liter Durchschnittsverbrauch, die Mitsubishi für den Eclipse Cross angibt, sind sehr optimistisch. Zwischen acht und zehn Litern ist so ziemlich alles möglich. Um der Trinkfreude entgegenzuwirken, gibt es aber einen ECO-Modus, der den Eclipse fast schon ruhigstellt. Wer es eilig hat, sollte diesen Modus nicht wählen. Dafür sind dann Verbräuche um acht Liter oder ganz knapp darunter möglich.

Interessanter Punkt. Mitsubishi spart sich ein eigenes Navi und verlässt sich darauf, dass Eclipse Cross Fahrer die Navigationsfunktion von Android Auto und Apple CarPlay verwenden. Vorne genießen Fahrer und Beifahrer massig Platz nach oben. Auch die Kniefreiheit hinten ist einwandfrei, zudem ist die Rückbank nicht nur teil-, in mehreren Stufen klapp-, sondern auch längs verschiebbar. Und auch der Kofferraum ist je nach Sitzkonfiguration 378 bis 485 Liter groß - maximal sind 1159 Liter drin.

Schon in der Basis gibt's Berganfahrhilfe, Spurhalteassistent, beheizbare Außenspiegel, Regensensor, Tempomat, Zentralverriegelung, Audiosystem, Klimaautomatik und die verschiebbare Rücksitzbank. Komfort wie Rückfahrkamera und schlüsselloses Starten gibt es ab der Ausstattung Plus.

Mitsubishis erster richtiger Lifestyle-SUV ist durchaus gelungen. Er übertrumpft die Konkurrenz zwar nirgendwo, macht aber auch nichts wirklich falsch oder probiert komische Experimente aus. Der Motor geht super, die Ausstattung ist tadellos und wir fühlten uns immer wohl im Eclipse Cross.


Daten: Mitsubishi Eclipse Cross 1,5TC CVT 4WD

Motor: 1,5-l 4-Zylinder Benzin, 163 PS, 250 Nm max. Drehmoment (1.800 - 4.500 U/min)   

CO2: 159 g/km

Antrieb: 8-Gang-CVT-Automatikgetriebe, Allradantrieb

Spitze: 200 km/h

Verbrauch: 7,9 - 9,9 Liter Eurosuper/100 km

Preis: ab 25.900,- € (12 %NOVA) 

Preis des Testwagens: (Intense+) 133.900,- € (14 % NOVA)