Abgasnormen
Der US-Bundesstaat Kalifornien gilt als Wiege der Abgasgesetzgebung. Die spezielle klimatische und geographische Situation im Westen der USA, die sehr smoganfällig ist, führte schon Anfang der Sechziger Jahre zu den ersten Abgasgrenzwerten im Straßenverkehr. In Europa wurden Abgasemissionen ab den frühen 70-er Jahren begrenzt.
Seit dieser Zeit werden die Abgasvorschriften permanent verschärft, nicht nur in den USA und in Europa, sondern rund um die Welt. Diese Verschärfung betrifft sowohl die Höhe der Emissionswerte, als auch deren dauerhafte Einhaltung.
Euro 4: Die neue Norm
Mit der 1996 eingeführten Abgasvorschrift Euro 2 hatte man bei den Emissionen von HC (unverbrannte Kohlewasserstoffe), CO (Kohlenmonoxid) und NOx (Stickstoffoxide) schon ein Niveau vorgegeben, das nur noch rund ein Zehntel des Standes von 1975 erlaubte. Mit der seit 1. Jänner 2000 geltenden Abgasnorm Euro 3 hat sich die Situation am Auspuff - trotz des niedrigen Ausgangsniveaus - für neu zugelassene Fahrzeuge noch einmal deutlich verbessert.
Mit Euro 4 ist bereits die nächste Verschärfung seit 2005 in Kraft. Für Benzinmotoren sind die bis zur Gesetzgebungsstufe Euro 2 gemeinsam gemessenen Emissionen NOx und HC ab Euro 3 getrennt worden. Die Grenzwerte sind beim Übergang von Euro 2 zu Euro 3 insgesamt um mehr als ein Drittel gesenkt worden, von Euro 3 zu Euro 4 wurden die Euro 3-Werte halbiert.
Um ähnliche Dimensionen geht es bei den Dieselmotoren: von Euro 2 zu Euro 3 minus 20 Prozent bei den HC- und NOx-Emissionen und minus 35 Prozent bei den CO-Emissionen. Von Euro 3 zu Euro 4 minus 20 Prozent bei den CO-Emissionen, NOx- und Partikelemissionen werden halbiert.
Das heißt konkret:
Erlaubt sind in Europa mit Euro 4 seit 1. Januar 2005
bei Benzinmotoren:
- 1 Gramm CO
- 0,10 Gramm HC
- 0,08 Gramm NOx - jeweils pro Kilometer
für Dieselmotoren:
- 0,50 Gramm CO
- 0,30 Gramm HC
- 0,25 Gramm NOx
- 0,025 Gramm Partikel - jeweils pro Kilometer